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Jakobskreuzkaut – die giftige Bedrohung für Pferde PDF  | Drucken |
Wissenswertes

Jakobskreuzkraut – die giftige Bedrohung für Pferde  


Das giftige Jakobskreuzkraut breitet sich immer mehr aus. Es ist nicht nur eine Gefahr für Pferde, sondern auch für Rinder, Schafe und Ziegen. Es darf auf gar keinen Fall verfüttert werden!!!


In der Vergangenheit wurden Nutztierhalter werden von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vor dem giftigen Jakobskreuzkraut gewarnt. Nach Angaben der Kammer breite sich diese Giftpflanze besonders auf wenig genutzten Weiden, Wegrändern, Brachflächen und Böschungen immer weiter aus. Mittlerweile sei die Pflanze auch schon in Hausgärten zu finden.
Besonders häufig tritt es auf wenig gepflegten Pferdeweiden auf. Auf gemähtem Grünland hat es hingegen keine Chance, sich zu vermehren.
Bereits durch die Aufnahme geringer Mengen von Jakobskreuzkraut kann es bei Pferden zu Leberschäden kommen. Pferde und Rinder reagieren hier empfindlicher auf die Pflanze als Schafe und Ziegen.
Selbst im getrockneten Zustand ist die Pflanze gefährlich. Auch nach Heu- und Silagebereitung werden die Giftstoffe nicht abgebaut. Man erkennt das Jakobskreuzkraut (JKK) an seinen Blättern, die dem Löwenzahn (Pusteblume) ähneln.
Es wird dringend empfohlen, durch regelmäßiges Nachmähen der Weideflächen, die Samenbildung der Pflanzen zu verhindern. Um das Jakobskreuzkraut zu bekämpfen, sollte es ausgerissen oder ausgestochen werden. Dabei müssen auch die Wurzeln entfernt werden, da Jakobskreuzkraut aus im Boden verbliebenen Resten erneut austreiben kann. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das am einfachsten geht, wenn es tags zuvor ein wenig geregnet hat. Wenn der Boden steinhart ist, besteht die Gefahr, dass die Wurzeln im Boden verbleiben.
Das JKK ist eine zweijährige Pflanze, die sich zuletzt stark ausgebreitet hat. Das JKK wird auch Jakobsgreiskraut genannt.
Bitte vermeiden Sie unbedingt eine Aufnahme der Pflanze, und zwar frisch und in getrocknetem Zustand, da bereits nach Aufnahme geringerer Futtermengen Probleme zu erwarten sind. Besonders gefährlich für die Tiere ist die Zeit vor der Blüte, denn die jungen, besonders giftstoffreichen Blätter werden auf der Weide gefressen. Sobald die Pflanzen blühen - dann ist die Pflanze etwa einen Meter groß und hat gelbe, margeritenartige Blüten – rühren die Tiere sie nicht mehr an. Wenn die Blüten Samen bilden, weil die Weide nicht gemäht wird, ist die weitere Ausbreitung vorprogrammiert.

Bitte entsorgen Sie nach dem Ausreißen bzw. Ausstechen die Pflanzenreste, damit die Pferde diese nicht fressen können.

So sieht diese „Monsterpflanze“ aus:
 
     
          


Bitte pflegen Sie Ihre Weide sorgfältig. Sie gefährden ansonsten die Gesundheit Ihrer Pferde. Stehen Sie nicht auf dem Standpunkt „die Pferde wissen schon, was sie fressen dürfen und was nicht“. Kontrollieren Sie außerdem unbedingt das Heu/die Silage. Auch wenn Ihre Pferde das JKK auf der Weide vielleicht meiden, im Heu oder der Silage bemerken sie es nicht und fressen es mit . Es besteht die Gefahr von Leberproblemen!