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Das alte Pferd PDF  | Drucken |
Wissenswertes

Das „alte“ Pferd

Wann sind Pferde überhaupt alt? Gibt es eine Faustregel oder gilt „man ist so alt, wie man sich fühlt“? Eines dürfte jedoch feststehen: ALTER ist  KEINE KRANKHEIT!
Nach Literaturangaben gelten Pferde in der Regel als alt, wenn sie 20 Jahre überschritten haben. In diesem Alter können Pferde aber durchaus noch Leistungen erbringen, wenn sie immer sach- und fachgerecht gehalten, bewegt und gefüttert werden und wurden.
Bei jungen Pferden entspricht ein Lebensjahr ungefähr 3,5 Jahren in einem Menschenleben: Ein zehn Jahre altes Pferd kann also mit einem 35 Jahre alten Menschen verglichen werden. Dieser Umrechnungsfaktor ändert sich ein wenig mit zunehmendem Alter der Pferde, bei älteren Pferden entspricht ein Jahr ungefähr drei Menschenjahren: Ein 20 Jahre altes Pferd entspricht also in etwa einem 60-jährigen Menschen.  

Die folgende Tabelle dient lediglich als Richtwert und gilt für Warmblutpferde.

Pferd    Mensch    Verhältnis
1 Jahr       4 Jahre    4:1
10 Jahre    30-40 Jahre    4:1
15 Jahre    50 Jahre    3,3:1
20 Jahre    60 Jahre    3:1
25 Jahre    70 Jahre    2,8:1
30 Jahre    80 Jahre    2,7:1
35 Jahre    90 Jahre    2,5:1

Das älteste Pferd dürfte Old Billy gewesen sein, der Anfang des 19. Jahrhunderts in England unglaubliche 62 Jahre alt wurde. Hierüber findet man auch im Internet einige Hinweise. Das dürfte aber der wirklich unglaublichste Fall gewesen sein.


Das Leibpferd Condé von Friedrich dem Großen wurde immerhin stolze 41 Jahre alt.  


Solche Pferde sind sicherlich die Ausnahme, aber Pferde, die weit über 20 Jahre alt werden, sind keine Seltenheit. Wichtig ist es, dass sich Besitzer auf die Anforderungen älterer Pferde einstellen.


So darf z. B. die Zahnpflege bei einem alten Pferd auf keinen Fall vernachlässigt werden. Man sollte die Zähne nicht nur jährlich (wie bei jüngeren Pferden), sondern m.E. sogar halbjährlich untersuchen und erforderlichenfalls korrigieren lassen. Nur wenn Pferde gut kauen können, können sie auch die Nahrung entsprechend verwerten. Es bringt nichts, wenn die Hälfte wieder aus dem Maul fällt.


Bei Zahnprobleme oder anderen altersbedingte Erkrankungen, sind ggf. spezielle Fütterungs- und Diätmaßnahmen zu ergreifen.

Werden z. B. „Heunester geflochten“, statt das Heu „richtig zu fressen“, kann man auch auf Heucobs und/oder Grascobs zurückgreifen o. ä. Ich habe bei meinen Senioren sehr gute Erfahrungen mit Pre Alpin Senior gemacht. Das sind so kleine Hälmchen. Sieht irgendwie geschreddert/gehäckselt aus. Mögen sie sehr gerne. Riecht auch sehr aromatisch. Dieses „Heuersatzfutter“ oder auch „Heuergänzungsfutter“ habe ich aber zur Vermeidung einer evtl. Schlundverstopfung noch mit Wasser ein wenig angerührt, so dass sich ein Brei ergab. Gerne genommen wird auch zusätzlich eine kl. Flasche Möhrensaft mit Honig vom Discounter (muss aber nicht, kann aber als Anreiz zum Fressen dienen, falls Ihr Senior gar keinen richtigen Appetit hat). Dieses Pre Alpin Senior gibt es auch in erweiterter Form als Horse Alpin. Darin sind dann schon Mineralien etc. enthalten. Wenn man außer diesem Zeug nichts anderes füttert, was aber m.E. ziemlich teuer wird, hat das Pferd eigentlich alles was es braucht. Heucobs sind aber i.d.R. günstiger als die beiden gehäckselten Ausführungen die ich bisher schon mal benutzt habe. Man kann ja Mineralien etc. noch zufüttern. Das muss aber jeder Pferdehalter für sich entscheiden und einfach ausprobieren, was sein Senior am Liebsten mag und was er am besten kauen kann.


Grundsätzlich wird das Futter von alten Pferden energetisch und in puncto Eiweiß etwas schlechter verwertet. Das ist bei den Futterrationen zu beachten. Beim alten Pferd steigt der Bedarf an Vitaminen (A, D, E) und Spurenelementen (Zink, Selen). Hier ist die Versorgung über geeignete Mineral- oder Ergänzungsfuttermittel abzudecken. Calciumüberversorgungen sollten unbedingt vermieden werden, um Harnsteinbildung vorzubeugen (Achtung: Ca:P-Verhältnis < 2:1).


Als Grundgerüst der Ration für alte Pferde dient hochverdauliches, nicht zu spät geschnittenes Heu. Sie können auch qualitativ einwandfreie Silage verwenden.


Hafer sollte möglichst gequetscht sein. Während Gerste und Mais nur in aufgeschlossener Form (hydrothermisch behandelt) gefüttert werden sollten.


Trockenschnitzel sind gut vorgeweicht zu füttern (das gilt aber nicht nur für Senioren. Sonst droht Schlundverstopfung). Sie dürfen bis zu 200 g/100 kg Körpermasse verfüttern.


Empfehlenswert ist ebenfalls Bierhefe. Hier können Sie ruhig 150-200 g/Tag füttern. Hierdurch wird die Darmtätigkeit unterstützt.


Auch Pflanzenölzusätze (100 bis 150 ml/Tag, am besten Leinöl) können die Energiezufuhr verbessern. Für Leinöl liegen beispielsweise positive Erfahrungen vor. Neben einer verbesserten Energiezufuhr kann dieses Öl aufgrund der Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken. Hierdurch kann der Heilungsverlauf bei Hufrehe beschleunigt werden. Da meine alle keine Rehe haben und Leinöl teuer ist, verwende ich hochwertiges Pflanzenöl (Distelöl) vom Discounter. Nehmen Sie nur bitte kein Billigöl!


Bitte gehen Sie außerdem mit  Eiweißträgern sparsam um!
Verwenden Sie vielmehr hochwertige Proteinträger wie z.B. Leinschrot oder Sojaschrot.


Einwandfreie Möhren ohne Schimmel etc. sind immer zu empfehlen. Auch Äpfel (nicht in zu großen Mengen) stoßen auf Begeisterung. Beachten Sie bitte immer: Wenn Sie das Obst zerkleinern (müssen): NICHT ZU KLEINE STÜCKE! Sonst droht Schlundverstopfung. Möhren schneiden Sie am besten der Länge nach durch. Bei Äpfeln habe ich von der Empfehlung gehört, diese zu halbieren. Die Pferde sollen dann weniger anfällig für evtl. Durchfall und/oder Kotwasser sein.


Gesunde alte Pferde sollten mindestens drei Mahlzeiten am Tag erhalten. Jeder Zeit muss sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen. Das dürfte aber auch für junge Pferde eine Selbstverständlichkeit sein.


Der Übergang von der Stallfütterung mit rohfaserreichem Raufutter zum rohfaserarmen, wasser- und eiweißreichen Grünfutter im Frühjahr sollte aus verdauungsphysiologischen Gründen immer (bei jungen und alten Pferden) langsam und schrittweise erfolgen.


Mit zunehmendem Alter ändert sich der Bedarf an Nährstoffen deutlich. Es ist wichtig, dass Sie als Pferdebesitzer auf diese geänderten Ansprüche Rücksicht nehmen und mit einem speziellen Futterplan darauf eingehen.


Generell gilt, dass ältere Pferde lieber mehrere kleine Mahlzeiten fressen als wenige große. Idealerweise füttern Sie daher ihrem alten Pferd drei bis viermal am Tag eine kleine Portion.


Aufgrund sich ändernder Stoffwechselprozesse ändert sich bei älteren Pferden der Energiebedarf und damit der Grundumsatz im Laufe des Alters. Dadurch kann der Bedarf an essentiellen Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen  (Zink, Magnesium) sowie an Vitaminen (A, D, E) nicht mehr ausreichend über den Grundumsatz abgedeckt werden. Für eine ausreichende Versorgung des alten Pferdes ist daher eine Zufütterung über geeignete Mineral- und/oder Ergänzungsfuttermittel notwendig.


Zum Beispiel kann die Gabe von Magnesium die Herzfunktion unterstützen. Auch Zink und Selen sollten Sie bei älteren Pferden ausreichend zur Verfügung stellen. Zudem sollten Sie die Vitamin A, B, E und bei Infektionen auch Vitamin C älteren Pferden bei Bedarf vermehrt zufüttern. Zink und Vitamin E in Verbindung mit Selen ist u.a. wichtig für die Immunabwehr. Eine Überversorgung mit Calcium sollte unbedingt vermieden werden, um bei ihrem Pferd einer Harnsteinbildung vorzubeugen (das Calcium-Phosphor Verhältnis sollte unter 2:1 liegen).  Siehe auch die obigen Ausführungen.

Achten Sie unbedingt auf die ausreichende Versorgung ihres alten Pferdes mit Rohfaser bzw. Raufutter!!!
Futter für ein altes Pferd sollte die folgenden Bedingungen erfüllen:

 

  • es sollte äußerst schmackhaft sein
  • es sollte leicht zu kauen und zu schlucken sein
  • es sollte frei von Staub sein
  • es sollte einen hohen Protein- und Faseranteil haben
  • es sollte alle notwendigen Mineralstoffe und Vitamine enthalten
  • es sollte einen hohen Energiewert haben
  • leicht verdaulich sein


Bevor Sie Ihr Pferd auf ein neues/anderes Futter umstellen, sollten Sie sich vorher evtl. mit Ihrem Tierarzt beraten. Er wird wahrscheinlich empfehlen, einige Tests durchzuführen, um die Funktion von Leber und Nieren zu überprüfen. Wenn Sie die Fütterung Ihres Pferdes ändern müssen, sollte die Umstellung langsam (über etwa 7-10 Tage) erfolgen. Wechseln Sie das Futter nicht von heute auf morgen. Ferner sollte Ihr Pferd immer frisches Wasser zur Verfügung haben. Wenn Ihr Pferd nicht genügend trinkt, kann das zu Austrocknung und Kolik führen. Wenn Sie Ihr Pferd nicht dazu anhalten können, die erforderliche Menge zu trinken, können Sie eingeweichtes Futter oder Mash füttern.


Auch regelmäßige Entwurmungen und Impfungen sind wichtiger als je zuvor.


Voraussetzung für das Erreichen eines hohen Alters sind natürlich optimale Lebensbedingungen. Wie in allen Lebensphasen eines Pferdes spielen auch im Alter Haltung und Fütterung eine sehr große Rolle. Beides sollte altersgerecht gestaltet werden. Ausreichend Frischluft, gutes Futter und viel Bewegung sind das A und O. Ausreichend Koppelgang ist für ein altes Gnadenbrotpferd besonders wichtig, denn hier gilt: „Wer rastet der rostet!“ Und jeder Besitzer eines alten Pferdes wird wissen, dass nach ein paar Tagen Stallruhe die Gliedmaßen des Pferdes steif sind, das Pferd „unrund“ geht und auch einmal eine vorübergehende Lahmheit auftritt. Wichtig bei der Betreuung eines alten Pferdes ist natürlich auch eine entsprechende Gesundheitsfürsorge und -vorsorge .


Deshalb gehen wir nachfolgend auf einige Gesundheitsprobleme älterer Pferde ein:


Der häufigste Grund für das Ausscheiden eines Pferdes aus seiner „aktiven“ Laufbahn als Reitpferd oder Sportpferd sind Erkrankungen der Gliedmaßen. Arthrosen (chronische Gelenkerkrankungen) oder Schäden an Sehnen und Bändern. Diese sind in vielen Fällen trotz intensivster medizinischer Maßnahmen und entsprechender Aufbauarbeit nicht (mehr) therapierbar. Die entstandenen Erkrankungen sind häufig Ursache von Entwicklungsstörungen in der Jugend des Pferdes oder Abnutzungserscheinungen . Aber auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle (z. B. Hufrolle oder Spat).


Nicht jede chronische Lahmheit bedeutet, das Pferd erlösen zu müssen. Während eine sportliche Belastung oftmals nicht mehr möglich ist, kann durch entsprechende Bewegungsprogramme und Medikamente eine Lahm- und damit Schmerzfreiheit erreicht werden. Die Nutzung eines solchen Pferdes durch einen Freizeitreiter ist in vielen Fällen noch möglich und auch wünschenswert, denn als Gnadenbrotpferd auf einer Koppel fehlt einem an tägliche Arbeit gewöhnten Pferd seine Aufgabe und die soziale Bindung zum Menschen. Die Nutzung als Freizeitpferd darf natürlich nicht übertrieben werden. Es ist eine regelmäßige Bewegung erforderlich und nicht eine einmal in der Woche stattfindende „Hetzjagd“. Mehr hilf nicht mehr! Die Regelmäßigkeit macht’s.


Auch Rückenprobleme spielen eine immer größere Rolle für das Herausnehmen eines Pferdes aus dem Sport. Während anatomische Gegebenheiten oft Ursache für diese Erkrankung sind, ist auch die Nutzungsart für die Entstehung von Rückenproblemen verantwortlich. In der Zeit des Profisports wird oftmals auf eine ausreichende Lockerung der Pferde verzichtet oder ein nicht „williges“ (auch gerne als „stur“ bezeichnetes)  Pferd mit „Hilfseinrichtungen“ willig gemacht. Hier sei u.a. das Wort „Rollkur“ in den Raum geworfen. Bitte bedenken Sie und weisen Sie auch andere Reiter darauf hin, wenn Sie diese bei Ihren „Schandtaten“ beobachten: „Wir sind nicht bei der Post, wo Päckchen verschnürt werden müssen.“ Wir bewegen ein Lebewesen und sollten es auch als solches behandeln und uns nicht passend biegen/formen mit dubiosen Hilfsmitteln.
Erkrankungen des Atmungsapparates sind ebenfalls ein häufiger Faktor für das Beenden einer intensiven Nutzung eines Pferdes. Das Pferd braucht eine Umgebung mit viel Frischluft, die ihm in der meisten Zeit seines Lebens im Stall nicht gegeben werden kann (vgl. Sie hierzu bitte unter Wissenswertes auch den Punkt „Haltungsformen“). Die empfindlichen Atmungsorgane reagieren auf den ständigen Einfluss von Schadstoffen mit chronischen Veränderungen der Atemwege, die eine ausreichende Ventilation der Lungenbläschen nicht mehr zulassen. Folgen sind Leistungsabfall und die Entstehung eines chronischen Hustens. Viel Frischluft, staub- und pilzfreies Futter und Bewegung erleichtern dem Pferd sein Dasein.


Naturgemäß kommt es beim alten Pferd auch zu Problemen des Herz- und Kreislaufsystems. Herzmuskelschwächen führen (wie beim Menschen auch) zu Leistungseinbußen und in einigen Fällen zu schwerwiegenden Erkrankungen. Eine mögliche Therapie ist beim Pferd sehr kostenintensiv, denn wie beim Menschen müssen die herzmuskelstärkenden Medikamente ständig über das Futter verabreicht werden.


Eine nicht selten vorkommende Stoffwechselerkrankung bei älteren Pferden ist das Cushing Syndrom. Eine Störung des Zwischenlappens der Hirnanhangsdrüse führt zur Abmagerung und einem verstärkten Fellwachstum. Die Pferde wechseln nur ungenügend ihr Fell. Auch hierzu wurde unter anderem unter „Wissenswertes“ bereits ausgeführt.


Der überaus empfindliche Magen-Darm-Trakt des Pferdes bereitet gerade älteren Pferden viel Probleme. Am häufigsten kommt es zu Verdauungsstörungen im Blinddarmkopf. Durchtretender Darminhalt lagert sich dort ab und führt zu Fehlgärungen, die zu Aufgasungen und Verstopfungen, und damit zur Kolik führen. Empfehlenswert sind außer regelmäßiger Bewegung eine ausgewogene Ernährung mit qualitativ gutem Futter! Die Zugabe von Speiseöl oder Leinöl und Vitamin B. unterstützen die Verdauungsfunktion.


Ursache für diese Verdauungsprobleme können auch Probleme mit den Zähnen sein. Die beim Pferd nachschiebenden Backenzähne nutzen immer mehr ab. Es bildet sich eine unregelmäßige Reibefläche. Außerdem entwickelt sich ein Stufen- oder Treppengebiss, das ein optimales Zermahlen des Futters verhindert. Bei sehr alten Pferden kommt es auch zum Zahnausfall oder zum Abbrechen der Zähne. Nur schnelle intensive Maßnahmen verhindern ein Abmagern des Pferdes. Hier muss sofort der Tierarzt eine Behandlung der Zähne vornehmen!. Eine regelmäßige Kontrolle und Pflege der Zähne hilft Verdauungsstörungen vorzubeugen und damit das Leben des Pferdes zu verlängern!


Trotz intensivster Betreuung und Pflege wird es eines Tages dazu kommen, dass man sich von seinem geliebten Pferd trennen muss. Hier gestatten wir uns auf unseren Beitrag „Der letzte Weg“ Bezug zu nehmen.

Wie kann ich denn erkennen, dass mein Pferd alt wird (abgesehen von dem Datum auf dem Boxenschild)?

  • durchhängender Rücken mit hervorstechendem Widerrist
  • schlaffe Haut und Muskelschwund
  • herunterhängende Unterlippe
  • Trübung der Augen
  • eingefallenes Gesicht mit Löchern/tiefen Kuhlen über den Augen
  • graue Haare, insbesondere um Augen, Ohren, am Maul und auf der Stirn
  • langsames Fressen, schlechter Appetit, Schwierigkeiten beim Kauen aufgrund fehlender Zähne
  • Lahmheit aufgrund von Arthritis oder Gewichtsverlust


Mit folgenden Maßnahmen können Sie Ihrem Pferd helfen alt zu werden:

  • Bieten Sie Ihrem Pferd ausreichenden Schutz und Wärme während der kalten Jahreszeit.
  • Kontrollieren Sie Ihr Pferd zweimal täglich, um Erkrankungen oder Verletzungen so schnell wie möglich festzustellen. Viele Besitzer von Seniorenpferden füttern daher mindestens 2 x tgl. selbst, um ihr Pferd bei dieser Gelegenheit kurz äußerlich durchzuchecken.
  • Bewegen Sie Ihr Pferd regelmäßig und seinem Alter angemessen. Das
  • verhindert Muskelabbau und ist gut für Sehnen und Gelenken und hält Ihr Pferd fit. Nur weil Ihr Pferd alt wird, heißt das nicht, dass es keine regelmäßige Bewegung mehr braucht. Beraten Sie sich mit Ihrem Tierarzt, wie viel Sie Ihrem Pferd noch zumuten sollten.
  • Hufpflege ist nach wie vor sehr wichtig. Wenn Ihr Pferd beschlagen ist, sollte es alle 6 – 8 Wochen neu beschlagen werden, wenn nötig noch häufiger. Wenn Ihr Pferd barfuss läuft, sollten seine Hufe regelmäßig überprüft und ausgeschnitten werden. Besprechen Sie dies mit Ihrem Schmied.


Wenn diese Punkte beachtet werden, kann Ihr Pferd sein Leben auch im Alter so weiterführen wie bisher.
Was soll ich tun, wenn mein Pferd zu alt ist?
Ab einem bestimmten Zeitpunkt im Leben Ihres Pferdes wird ihm alles zu viel. Als verantwortungsvoller Pferdehalter sollten Sie Ihrem Pferd die optimale Pflege gönnen. Sie müssen aber auch erkennen, ab wann das Leben Ihrem Pferd keine Freude mehr bereitet. Zu diesem Zeitpunkt ist das beste, was Sie für Ihr Pferd tun können, in Erwägung zu ziehen, es einschläfern zu lassen, auch wenn das für Sie schmerzlich sein wird. Denken Sie hier an Ihr Pferd, nicht an Ihre Angst und Trauer!

Wir wünschen Ihnen eine schöne und bewusste Zeit mit Ihrem Senior. Geniessen Sie jeden Tag mit Ihrem treuen Freund.