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Hexenküche
Nachfolgend haben wir eine kleine „Hexenküche“ zusammengestellt. Hier sollen einige Tipps gegeben werden, wie man mit kleinen Dinge große Wirkung erzielen kann. Verwenden Sie doch für Ihr Pferd ruhig einmal Kräuter, Tees und Öle etc.
Dringend Bitte: Bei großen Verletzungen, Futterverweigerung, starker Lahmheit und Kolik sowie Kreuzverschlag u. ä. wollen Sie bitte umgehend einen Tierarzt konsultieren. Bitte hier nicht herumexperimentieren!!!!!!!!!!
Los geht’s:
Aloe Vera zur Wund- und Narbenbehandlung bei Ekzemen und Verbrennungen zur Schweif- und Mähnenpflege (äußerliche Anwendung)
P. S. Mischen Sie doch Aloe Vera mal mit Apfelessig/Obstessig. Das hilft sehr gut gegen Juckreiz.
Apfelessig (Obstessig) zur Steigerung der Widerstandskraft zur Regulierung der Verdauung bei Husten und Bronchitis gegen Fliegen und Mücken gegen Schweifschubbeln (innerliche und äußerliche Anwendung)
Geben Sie einfach täglich einen „Schuss“ Apfelessig ins Futter. Sie können aber auch Apfelessig ins Trinkwasser schütten.
Äußerlich sind Wickel, Waschungen und Abreibungen zu empfehlen. Das Abreiben mit Apfelessig vor einem Ausritt kann vor Plagegeistern schützen.
Bierhefe Bierhefe ist förderlich für die Biotin-Synthese im Darm und sorgt für gesunde Haut und schönes und glänzendes Fell und feste Hufe. Bierhefe ist also ein Alleskönner. Ferner hat. Bierhefe die Eigenschaft, die Darmflora zu stabilisieren. Bierhefe enthält viel Vit. B1. Eine Kur sollte über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten gemacht werden. Nach einer Unterbrechung kann man dann feststellen, ob eine weitere Gabe/Dauergabe erforderlich ist oder nicht. Wegen der Dosierung bitte die Herstellerangaben beachten.
Birkenblätter zur Blutreinigung für ältere und schwache Pferde gegen Wasseransammlungen/zur Entwässerung (innerliche Anwendung)
Sie können einen entsprechenden Tee aufbrühen und über das Futter geben. Ich empfehle tgl. 50 g Birkenblätter dem Futter beizumengen.
Brennessel zur Blutreinigung zur Stärkung der Leber für ältere Pferde bei Hufrehe, Rheuma und Sommerekzem (innerliche Anwendung)
Mein Tipp: Mähen Sie einfach die auf der Wiese befindlichen Brennessel und lassen sie liegen. Wenn sie getrocknet sind, brennen sie nicht mehr und die Pferde fressen sie gerne.
Bei Sommerekzem die betroffenen Stellen mit einem entsprechenden Sud behandeln.
Buchweizen bei Durchblutungsstörungen gegen Nasenbluten bei älteren Pferden bei Allergien (innerliche Anwendung)
Ca. 30 g tgl. ins Futter geben. Bei älteren Pferden sollte die Gabe über einen längeren Zeitraum erfolgen. Besonders empfehlenswert ist die Gabe während der Sommerekzemzeit.
Eukalyptus gegen Husten und Schnupfen bei spröden Hufen und Hornspalten für bessere Luft im Stall (innerliche und äußerliche Anwendung)
Zur innerlichen Anwendungen sind Eukalyptus-Steine oder auch Bonbons (für Menschen) empfehlenswert.
Das Pferd kann inhalieren. Hierzu ein paar Tropfen in einen Eimer träufeln und mit kochendem Wasser übergießen. Den Pferd den Eimer so nah wie möglich an Maul und Nase halten und inhalieren lassen, bis kein Wasserdampf mehr sichtbar ist.
Fenchel krampflösend bei Magen- und Darmproblemen fördert Schleimlösung zur Wundheilung (innerliche und äußerliche Anwendung)
Geben Sie Ihrem Pferd Fencheltee. Sie können aber auch entsprechende Kräutermischungen (ggf. mit Anis oder Kümmel) füttern.
Zur äußerlichen Anwendungen diesen Tee abkühlen lassen!
Hagebutte (Heckenrose) zur Steigerung der Abwehrkräfte zur Stärkung der Leber zur Unterstützung der Verdauung (innerliche Anwendung)
Tgl. 30-40 g getrocknete Hagebutten unter der Futter mischen. Sie können Ihrem Pferd aber auch Hagebuttentee geben.
Im Frühjahr empfiehlt sich eine Kur: Fellwechsel, Rehegefahr, Insekten ...)
Sie können gerne andere Kräuter beimengen, so z.B. Brennessel.
Himbeere wirkt blutreinigend lindert rheumatische Beschwerden wirkt entzündungshemmend (innerliche Anwendung)
tgl. 50 g getrocknete oder 100 g frische Blätter dem Futter beimengen
Honig (mögen leider nicht alle Pferde) zum Inhalieren bei Husten und Bronchitis bei Sommerekzem und Mauke bei Zerrungen und Prellungen (als Umschlag) zur Stärkung der Nerven (äußerliche und innerliche Anwendung)
Narben und Wunden mit Honig bestreichen
Tgl. 2 EL Honig mit 2 EL Apfelessig in 200 ml Wasser einrühren und dem Futter beimengen. Sie können aber auch den Honig pur ins Futter geben
Bei der äußerlichen Anwendung gehen hier die Meinungen der heilenden Wirkung auseinander. Sprechen Sie bitte erforderlichenfalls Ihren Tierarzt an.
Ingwer Damit sich die entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung optimal entfalten kann, sollte der Ingwer mindestens 2,5 % des Scharfmachers Gingerole enthalten. Bei Pferden, die zum ersten Mal mit Ingwer gefüttert werden, hat es sich bewährt, zunächst nur eine kleine Menge (ca. 1 g) pro Mahlzeit zuzufüttern. Am besten man vermengt den Ingwer in eingeweichte Heucobs oder mit ein wenig Apfelmus o.ä., dann wird der “wirklich ungewöhnliche” Geschmack etwas abgemildert. Dann kann man auf 3-5 g pro Mahlzeit (3 x tgl.) steigern. Die Wirkung des Ingwers wird erst nach einer gewissen Zeit bemerkbar.
Joghurt zur Regulierung des Darmgleichgewichtes für eine gesunde Darmflora (nach der Gabe von Antibiotika) für ältere Pferde (innerliche Anwendung)
Der Joghurt kann pur oder auch mit Honig verabreicht werden. Sie können auch Bananen zugeben oder auch Weizenkleie
Das Pferd darf 2 x tgl. 200-250 ml Joghurt bekommen.
Kamille Mein Tipp: Gehen Sie doch einfach mal die Weiden ab. Dort werden Sie bestimmt an einigen Stellen Kamille finden.
krampflindernd bei Koliken bei Entzündungen im Maul (auch Zahnentzündungen) bei entzündeten Wunden (innerliche und äußerliche Anwendung)
Sie können Ihrem Pferd Kamillentee geben. Empfehlenswert ist aber auch tgl. eine handvoll getrockneter Blüten übers Futter.
Bei Entzündungen ebenfalls einen Tee aufschütten zur äußerlichen Anwendung.
Karotte (Möhre) hoher Energiegehalt wichtiges Saftfutter leicht verdaulich (innerliche Anwendung)
Mein Tipp: Geben Sie den Möhren etwas Öl (Bsp. Leinöl) zu. Dadurch kann der Körper Vit. A bilden.
Lavendel hält Fliegen fern wirkt bei nervösen Pferden beruhigend bei Insektenstichen (innerliche und äußerliche Anwendung)
Geben Sie Tee aus Lavendelblüten oder verwenden Sie entsprechende Futtermischungen mit weiteren Kräutern.
Leinsamen stärkt den Verdauungsapparat Stärkung nach Krankheiten Unterstützung im Fellwechsel für glänzendes Fell und stabile Hufe (innerliche Anwendung)
Am besten verwenden Sie bereits behandelten Leinsamen, den Sie nicht mehr kochen müssen. Es gibt im Handel entsprechenden Leinkuchen, der praktisch aus der Tüte heraus ohne weitere Zubereitung gefüttert werden kann.
Füttern Sie täglich ca. eine handvoll Leinsamen (geschrotet).
Sie können auch den Leinsamen mit Kleie vermischen und als Mash warm füttern. Auch können Sie Leinöl und Karotten beifügen.
Löwenzahn bei Hufrehe bei Rheuma wirkt blutreinigend bei Haut- und Fellproblemen (innerliche Anwendung)
tgl. ca. 30 g frischen Löwenzahn ins Futter geben oder ca. 50 g getrockneten Löwenzahn zu einem Tee zubereiten.
Mariendistel regt Lebertätigkeit an schützt die Leber (bei starker Verwurmung und Medikamentengabe) (innerliche Anwendung)
geben Sie täglich 15 g frische Samen ins Futter.
Mein Tipp: Sicherlich finden sich auch auf Ihrer Weide irgendwo Disteln. Diese können Sie ruhig verwenden.
Mashrezept 1 kg gequetschter Hafer 800 g Kleie 200 g Leinsamen 20 g Kochsalz
Das Ganze mit heißem Wasser übergießen, gut umrühren und ruhen lassen. Dann handwarm verfüttern.
Minze vorbeugend gegen Koliken schleimlösend bei Husten/Bronchitis (innerliche Anwendung)
tgl. bis zu 50 g getrocknete Minze über das Futter geben oder einen Tee zubereiten
Muschelextrakt/grünlippige Muschel lindert Gelenkschmerzen hilft bei Sehnenverletzungen (innerliche Anwendung)
Diese Produkte bekommen Sie im Fachhandel. Je nach Gehalt ist die Dosierung unterschiedlich. Sie erhalten Pulver oder Pellets. Häufig sind diese auch mit Kräutern, Vitaminen oder Mineralien kombiniert.
Bitte füttern Sie über einen längeren Zeitraum.
Obst Äpfel sind aus der Pferdefütterung hinreichend bekannt. Auch Birnen dürfen verfüttert werden. Diese haben eine blähende Wirkung. Geben Sie nur 2-3 Stück. Auch Apfelsinen und Mandarinen fressen Pferde im Winter gerne. Diese müssen natürlich geschält werden. Sie liefern Vit. C. Auch Bananen mögen besonders Oldies gerne. Diese spenden Magnesium und sollen gut für die Nerven sein. Bananen wirken stopfend. Auch Hagebutten können Sie gerne füttern (s.o.). Diese haben einen hohen Gehalt an Vit. C, E und K. Ab und zu gebe ich auch schon mal 2 geschälte Kiwis. Diese liefern auch viel Vit. C.
Öl Für Pferde kommen folgende Öle in Betracht: Leinöl (im Futterhandel), Sonnenblumenöl, Distelöl und ggf. auch Olivenöl (jedoch nur in kleinen Mengen).
Die Öle müssen kaltgepreßt sein. Pflanzenöle enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese steigern die Leistungsfähigkeit. Sie haben einen hohen Vitamingehalt, besonders Vit. A, E und B.
Öl bitte nur auf die Mahlzeiten verteilt füttern. Pferde haben keine Gallenblase und können daher größere Fettmengen nicht verwerten. Meine Empfehlung 3 x tgl. 1-2 EL. Vorsicht bei Hufrehepatienten. Da besser nicht anwenden. Ölfütterung ist sinnvoll bei alten und schwachen Pferden. Nach meinen Erfahrungen können tgl. 100-150 ml Öl max. gefüttert werden.
Petersilie zur Steigerung der Abwehrkräfte harntreibend gegen Blutarmut (innerliche Anwendung)
tgl. max. 3 Hände voll dem Futter beimengen (frisch). Bei getrockneter Petersilie tgl. 30 g füttern.
Puderzucker Eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass Puderzucker zur Wundbehandlung angewendet werden kann. Ich verwende es gerne bei schlecht heilenden Wunden, Entzündungen, wildem Fleisch etc. Hier gehen aber die Meinungen – wie auch bei der Heilwirkung von Honig – auseinander. Bitte sprechen Sie aber Ihren Tierarzt an
Sojaschrot Sojaschrot ist – wie auch Leinschrot – ein hochwertiger Proteinträger. Er kann bei älteren Pferden beim Muskelaufbau helfen.
Speisestärke Speisestärke hat sich bei Mauke bewährt. Nach der sanften Reinigung der Fesselbeuge kann Speisestärke in die Fesselbeuge gestreut werden. Dadurch wird die Feuchtigkeit herausgezogen. Einfach vor dem erneuten Bestreuen mit einem weichen Tuch oder einer sehr weichen Bürste ausbürsten. Teufelskralle Die Teufelskrallenwurzel enthält natürliche Wirkstoffe, die den Stoffwechsel in den Gelenken unterstützen und somit eine schützende und regenerierende Wirkung auf den Bewegungsapparat ausüben.
Teufelskralle bewirkt besonders im Bereich der Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln eine geringere Anfälligkeit für Entzündungen, eine Erhöhung der Widerstandskraft sowie ein schnelleres Abheilen bei krankhaften Veränderungen.
Wasser (JA! Sie haben richtig gelesen!) aktiviert den Stoffwechsel reguliert die Körpertemperatur bei „überanstrengten“ Beinen
Kühlen Sie die ggf. sogar geschwollenen Pferdebeine mit einem Wasserschlauch. Dazu den Schlauch langsam von unten nach oben führen.
Wenn Sie einen Eimer benutzen können Sie auch andere Mittel zusetzen, z.B. essigsaure Tonerde, Arnika, Apfelessig ..
Weizenkleie Weizenkleie ist reich an essentiellen Eiweissen und hat eine gute darmregulierende Wirkung. Weizenkleie wird bei arbeitenden Warmblütern und bei Vollblütern mit bis zu 5% in der Ration eingesetzt. Bitte nicht allein füttern, sondern mit dem „üblichen Futter“, sonst droht Schlundverstopfung. Weizenkleie kann auch im sogenannten Mash mit lauwarmen Wasser angerührt und handwarm verfüttert werden. Bei der Verfütterung von Weizenkleie ist dringend auf einen Ausgleich des hohen Eiweissanteils zu achten. Als Mengenfuttermittel ist Weizenkleie für arbeitende Pferde und Pferde im Erhaltungsbedarf nicht geeignet.
Zweige Geben Sie Ihrem Pferd ruhig einmal Zweige zum knabbern. Achtung! Bitte ungespritzt.
Tannenbäume sind ganz hervorragend geeignet, besonders gerne fressen Pferde die weichen Nadeln der Nordmanntanne. Achtung Tannen nicht mit Eibe vertauschen! Eibe ich hochgftig! Aber auch bezüglich Tanne gehen die Meinungen auseinander. Die einen schwören auf die ätherischen Öle, die anderen befürchten Gefahren durch eben diese Öle. Ich füttere Tanne seit Jahren und habe gute Erfahrungen gemacht.
Ferner können sie Obstbaumzweige verfüttern.
Auch Weidenzweige eignen sich sehr gut. Diese empfehle ich besonders bei Rehepatienten. In den Weiden ist der Wirkstoff von Aspirin enthalten. Dieser ist schmerzhemmend und verdünnt das Blut.
Ferner dürfen Sie Ihrem Pferd auch Birkenzweige und Haselnusszweige geben.
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