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Tipps – praktische Helfer im Stall – PDF  | Drucken |
Wissenswertes
Tipps
- praktische Helfer im Stall -



Ausgediente Hufeisen an die Weidenpoller am Eingang zur Weide oder zum Paddock nageln (rechts und links). Hier kann man dann prima eine Stange oder ein Brett einhängen, das auch einhändig geöffnet werden kann.

Die Schränke und Kisten sollten Sie mit Aufklebern versehen. Dann müssen Sie nicht lange suchen, sondern wissen gleich, wo Sie was lagern.

Ausgediente Autoreifen können Sie nutzen, um dort Eimer zur Fütterung oder zum Tränken hineinzustellen. Bitte aber vorsichtshalber die Henkel der Eimer wegen der Verletzungsgefahr entfernen.

Alte Bettlaken können als Sattelschutz (insbesondere für die sperrigen Westernsättel) benutzt werden. Die Sättel stauben dann nicht so schnell ein.

Fleischerhaken oder s-förmige Haken sind hervorragend geeignet, um Trensen oder Halfer etc. aufzuhängen. Dazu einfach die Haken an einer Kette von der Decke herunterhängen.

Hängen Sie im  Stall einen Futterplan und einen Medikamentenplan aus, damit im Notfall (auch Sie können mal krank werden oder verhindert sein) jeder weiß, was zu tun ist. Die jeweiligen Futtermittel- und Medikamentenbehälter sollten Sie auch entsprechend beschriften, damit Ihre „Vertretung“ nicht lange suchen muss.

Ein Holzbalken, den Sie mit einem alten Hosenbein überzogen haben, können Sie prima an zwei Ketten waagerecht von der Decke herunterhängen. Dieser dient dann als Trockenstange für Ihre Decken.

Heunetze bzw. besser Heuschläuche, die oben offen sind können Sie für Ihre Pferde naschsicher verschließen, indem Sie oben einen alten Besenstiel durch die Maschen stecken. Immerhin soll sich Ihr Liebling durch die Maschen bedienen und nicht oben aus der Öffnung.

Dicke runde Kieselsteine im Trog verhindern, dass Ihr Pferd das Futter herunterschlingt.  So müssen die Pferde erst sortieren und können
Ihr Futter nicht einfach „inhalieren“.


Ausgediente, aber 100 %ig saubere Mülltonnen können Sie zum Heu anfeuchten oder wässern benutzen. Hierzu unten in die Kunststofftonne (in den Boden und am unteren Rand entlang) Löcher bohren, so kann das überschüssige Wasser ablaufen. Reicht anfeuchten nicht und Sie wollen das Heu richtig durchwässern, bohren Sie keine Löcher hinein, sondern versehen Sie die Tonne mit einem Plastikhahn (ziemlich weit unten). So können Sie das Wasser problemlos wieder ablassen.

Holz- oder Metallböcke aus dem Baumarkt dienen als Sattelhalter.

Stroh unter einer nicht mehr ganz so neuen Abschwitzdecke empfiehlt sich zur besseren Luftzirkulation. Dann müssen Sie Ihr älteres Deckenmodell nicht gleich durch eine neue Decke ersetzen. Außerdem wärmt das Stroh.

Umhängefuttereimer für die Offenstallhaltung können Sie selber herstellen. Nehmen Sie einfach einen stabilen Eimer mit großer Öffnung (Bsp. von Mineralien) und entfernen Sie die Henkel. Knoten Sie in die Bügelhalterungen jetzt breite Baumwollgurte. Notfalls müssen Sie die vorhandenen Löcher ein wenig weiten.

Stecken Sie auf Ihre Schlauch am Abspritzplatz doch eine alte Autowaschbürste. Damit kann man prima die Hufe reinigen.

Um immer einen Hufkratzer zur  Hand zu haben, empfiehlt es sich durch die Öffnung  oben Strohkordel zu ziehen und diesen neben die Boxentür (jedoch für Ihr Pferd unerreichbar) zu hängen.

Sammeln Sie sich doch Ihr eigenes Zubehör für eine Gelassenheitsprüfung zusammen. Es bieten sich folgende Dinge an: Bälle, Ballons, Tonnen, Flatterband, Schirme, Fähnchen, knisternde Planen, alte Futtersäcke, Pylonen, Autoreifen ... Ihrer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Bedenken Sie bitte nur die Verletzungsgefahren.

Lassen Sie im Winter auf Ihrem Wassertrog einige flache, kurze Holzplanken schwimmen. So friert das Wasser nicht so schnell ein. Beachten Sie bitte, dass das Holz keinesfalls behandelt sein darf.

Hängen Sie ein Infoschild mit wichtigen Rufnummer und Daten aus. Hieraus sollten sich die Besitzerrufnummer, die der Tierärzte und Schmiede und auch notwendige Adressen ergeben. In der Aufregung eines Notfalles vergisst man so einiges.

Legen Sie einen Apothekerschrank mit 1.Hilfe-Zubehör an. Es empfiehlt sich an diesen Schrank auch die wichtigsten Daten (Puls, Körpertemperatur etc.) zu schreiben. Zur Grundausrüstung sollten gehören: Fieberthermometer, Schere, Pinzette, Wundsalbe, Desinfektionsmittel, 10er und 20er Spritzen, Wundpuder, Verbandmull, selbsthaftende Verbände, Polsterwatte). Bitte denken Sie daran, alles zu ersetzen, was Sie verbraucht haben.  

Haben Sie noch einen alten Hüpfball? Damit spielt Ihr Pferd bestimmt genauso gerne wie mit den wesentlich teureren Pferdespielbällen. An den beiden „Hörnchen“ kann ihr Pferd auch prima den Ball wegtragen. Außerdem ist er groß genug zum treten und „flutscht“ nicht mal eben unter dem Zaun durch.

In jedem Stall sollte ein Schwarzes Brett und/oder eine Tafel nicht fehlen. Hier kann man dann Nachrichten für die anderen Einstaller hinterlassen. Die Kreide können Sie in ein kleines Eimerchen an die Tafel hängen, ebenso ein Tuch zum auswischen. Auch der Kugelschreiber fürs Schwarze Brett gehört am besten an eine Kordel.


Stellen Sie einen kleinen Mülleimer mit Deckel in die Stallgasse. So kann man alle Einstaller prima erziehen.


Bauen Sie auf Ihrem Paddock doch Straßen ein und schon haben Sie einen Laufstall. Sie können dies ganz einfach durch fliegende Zäune tun. Dadurch müssen die Pferde wandern und schlurfen nicht einfach quer über den Paddock, um z.B. zum Wassertrog zu kommen.

Bieten Sie Ihrem Pferd mindestens einen Schubberpfahl. Bringen Sie an einem – ggf. schon vorhandenen – Pfahl einfach Kokosfußmatten oder Besen (natürlich ohne Stiel) an. Auch Gummimatten (mit großen ringförmigen Öffnungen komplett über die Matte verteilt) sind zum Schubbeln gern genommen, insbesondere im Fellwechsel. Achten  Sie darauf, dass keine Nägel rausstehen!

Machen Sie doch ab und zu in Ihrem Stall mal eine Tauschbörse oder einen Trödelmarkt. So misten Sie Ihr Zubehör aus und jemand anders kann die Dinge bestimmt gut gebrauchen.

Streiten sich Ihre Pferde beim Trinken? Dann setzen Sie doch den Wasserbehälter, z.B. eine Badewanne quer unter dem Zaun hindurch. So kann von jeder Zeit getrunken werden.

Wenn Sie Ihr Pferd im Fellwechsel putzen, bewahren Sie einige Haare auf. Die Vögel benutzen es gerne als Nistmaterial. Stecken Sie die Haare einfach irgendwo an einen Zaun o.ä. Dafür helfen Ihnen die Vögel im Gegenzug bei der Bekämpfung der Insektenplage im Sommer.

Ihr Weidegerät sollten Sie in einer abschließbaren Kiste aufbewahren. So ist es vor Vandalismus geschützt und auch Ihr Pferd kann nicht auf dumme Gedanken kommen.

Auch wenn es Ihnen peinlich sein mag, steigen Sie doch mit Aufstieghilfe auf. Dies können sein: ein umgedrehter Eimer, ein kleiner Schemel, ein Stuhl u. ä. Sie entlasten damit den Pferderücken ganz enorm.

Alte Tennissocken (sollten wohl eine große Größe sein) eigenen sich gut zum Überziehen über die Hufeisen. Dadurch bilden sich nicht „Schneestollen“ unter den Eisen.  Es soll auch helfen die Eisen mit Melkfett einzuschmieren. Das habe ich jedoch noch nicht ausprobiert.

In Longen, Seile und Stricke machen ich mir in regelmäßigen Abständen Knoten. Dadurch wird die Griffigkeit verbessert.

Tragen Sie beim Ausreiten immer einen Gürtel. Der kann Ihnen als Halsriemen treue Dienste leisten.

Auch dünne Lederriemen (ähnlich wie Schnürsenkel) sollte man immer am Sattel befestigt haben. Mit ihnen kann man unterwegs beispielsweise die Jacke am Sattel verstauen o.ä.

Handschuhe benutzen wir alle gerne, jedoch fühlen wir uns damit irgendwie in unserem Tätigkeitsbereich eingeschränkt. Ich empfehle deshalb, die Finger in Höhe der Gelenke herauszuschneiden oder direkt Fahrradhandschuhe (ohne Finger) zu kaufen.

Gegen kalte Füße im Winter helfen Einlagen aus dicker Pappe. Legen Sie hierüber noch eine Moosgummieinlage in Ihre Schuhe und die Füße sind herrlich warm. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht zu dick einmummen. Bei eingeschränkter Beweglichkeit friert man auch.

Besorgen Sie sich Reflektoren (z. B. aus dem Fahrradhandel). Diese schützen Sie und Ihr Pferd bei Ausritten bei beginnender Dunkelheit.

Schwerfuttrige Pferde fressen besser, wenn man einen Schuss Apfelessig über das Futter gibt. Auch Apfelmus oder etwas Honig (ca. 1 EL) wirken da Wunder. Mit Apfelmus nimmt Ihr Pferd wahrscheinlich auch Wurmkuren oder Schmerzmittel besser. Ich habe auch sehr gute Erfolge mit einem Möhrensaft mit Honig vom Discounter erzielt. Damit bekomme ich alles in meine Pferde.

Bei allergischem, trockenen Husten soll Bier helfen. _ l Bier erhitzen und 4 EL Honig hineingeben und das Ganze handwarm übers Futter geben.

Malzbiere verleitet auch schwerfuttrige Pferde zum Fressen. Außerdem macht es zu dünne Kandidaten moppeliger. Ein erfreulicher Nebeneffekt: es ist gut für die Hufe,

Bewahren Sie alte Handtücher auf. Lappen und Handtücher kann man nie genug haben, sei es zum Reinigen der Sattelsachen und Trensen etc. oder einfach nur zum Trockentupfen der Fesselbeugen.

Neben normalen Schwämmen bieten sich auch Babyfeuchttücher zur Reinigung der Afterregion an.

Satteldecken und Gurte sollten Sie in Jutebeuteln waschen. Damit schonen Sie zum einen Ihre Waschmaschine und vermeiden, dass sich die Pferdehaare gleichmäßig in der Waschmaschine verteilen. Einfach nach der Wäsche den Jutebeutel auf links drehen, trocknen lassen und Haare abbürsten. Auf jeden Fall ist es auch empfehlenswert die zu waschenden Dinge vorher mit einer Bürste zu „enthaaren“.

Ein Sieb eignet sich, um das Trinkwasser zu reinigen. Dennoch sollten Sie das Wasser täglich erneuern.

Meine Pferde lieben es, mit Massagehandschuhen oder entsprechenden Massagerollern durchgeknetet zu werden.

Einen Messbecher sollten Sie immer parat haben. Diesen benötigen Sie zum Abmessen evtl. anzusetzender Heilpräparate (z. B. Rivanol-Tabletten auflösen).

Ein Wasserkocher ist eine weitere wichtige Errungenschaft im Stall. Wie oben beschrieben können z.B. Rivanol-Tabletten o .ä. aufgelöst werden und auch der Reiter freut sich im Winter über einen Tee, wenn er mal wieder auf den Tierarzt oder Schmied wartet.

Zum Entfernen von Dasselfliegeneiern empfehle ich Einmalrasierer. Diese kleinen gelben Punkte befinden sich meist am Röhrbein der Pferde. Bitte entfernen Sie diese Eier, bevor Ihr Pferd sie ableckt und damit aufnimmt.

Neigt der Reißverschluß Ihre Reithose dazu aufzugehen? Mein Tipp: Stecken Sie ein Gummi durch das Reißverschlußschiffchen und hängen dieses um den Hosenknopf, so kann der Reißverschluß nicht mehr runterrutschen.

Haushaltsschwämme mit blauer Scheuerseite eignen sich sehr gut zum Reinigen der Gebisse.

Haben Sie ein Pferd mit Mauke oder evtl. einen Friesen, ein Shirehorse oder sonstiges Pferd mit starkem Kötenbehang? Zum Trocknen und Reinigen empfehle ich Speisestärke. Einfach die Fesselbeuge und den Behang damit bestäuben und später wieder ausbürsten.